Montag, 8. Dezember 2008

Rennbericht vom Bornheimer Hang in Frankfurt

Meine "alte Heimat" , der VC Frankfurt, war am gestrigen Sonntag der Ausrichter eines der wenigen Kat.2 Rennen in Deutschland. Dieses Rennen zählte auch gleichzeitig zum D-Cup, was neben einigen hochkarätigen Ausländern , auch die komplette deutsche Cyclocross-Elite, in allen Klassen, die gefahren wurden, auf den Plan rief.

Frankfurt ist schon etwas besonderes. Das Rennen ist etwas atypisch, obwohl es auf einem schönen Terrain gefahren wird, das ideale Bedingungen bietet. Ideale Bedingungen heißt, eine volle Fahrbahnbreite von 4 Metern, auf der man auf der gesamten Strecke überholen kann und die auch Platz genug bietet, für größere Starterfelder. Atypisch deshalb, weil recht viel Aspahlt und feste Wege gefahren werden, was aber wiederum gut ist für wiedrige Wetterbedingungen, die ja einstweilen in dezembigen Europa vorkommen können.Einzig der Startbereich ist eventuell, so wie es gestern gefahren wurde, nicht unbedingt glücklich, sowie ein "Schotterfeld" am Ende der kniffligsten Abfahrt. Dazu aber später mehr.

Bei eigentlich fast schon "Sonnenscheinwetter" ging es pünktlich , nach vorheriger Startaufstellung, um 15.00 Uhr los zu der "Hatz des Tages"......oder andersrum gesagt, die spannende Beantwortung der Frage, wer dem zur Zeit besten deutschen Cyclocrosser, Philipp Walsleben , das Leben schwer machen könnte, bzw. halbwegs in seiner Nähe sein könnte.
Direkt schon in der ersten Runde versammelten sich dann auch die einschlägigen Protagonisten der Szene des gestrigen Renntages an der Spitze des Feldes um dort erstes Abtasten der Gegner folgen zu lassen.
Ich fand mich nach der ersten Runde irgendwo um die 24/25.Position wieder und war eigentlich ganz zufrieden bis hierher, da ich mich in einer illustren Gruppe befand, die recht gut lief. Nach vorne war für uns sowieso kein Herankommen, also gab man sich damit zufrieden ein Rennen im Rennen zu fahren, was auch so schon weh genug tat;-)
Dazu muß man wissen das der Bornheimer Hang eines der tückischsten Rennen ist, was ich kenne. Vermeintliche "flache Passagen" , auf vermeintlich "festen Wegen" , wo man es "vermeintlich rollen lassen kann" , wechseln halt mit steilen berganfahr Passagen auf Wiese ab. "Vermeintlich" deshalb, weil das dazwischen, zwischen den Wiesenpassagen verdammt weh tut und man immer "am drücken" ist. Das zwar bei etwas erhöhtem Tempo....aber eben das macht es ja dann auch so hart;-)
Wir fuhren also so die erste Hälfte des Rennens mehr oder weniger in der Gruppe zusammen und ich war etwas überrascht das "die vorne", bis dahin,gar nicht mal so weit weg waren.Unser Rückstand zur Spitze hielt sich in noch akteptablen Grenzen, bestand doch unsere Gruppe , im großen und ganzen, aus "Rentnern" und jungen Amateuren. Vorne fuhr einstweilen die Herren Walsleben,Voss und Meisen in näheren Begleitung von den Herren Birkenfeld, Weber, Sickmüller und Co. ihr Rennen.

Es muß dann so 4 oder 5 Runden vor Ende gewesen sein, als es dann einen Impact gab, in Form eines "einschlagenden" Ollis auf der Strecke....
Was war passiert?
Am Ende der, eigentlich, kniffligsten Abfahrt, befand sich ein Stück Strecke mit halbwegs losem klein gestückeltem Schotter, das zu allem Übel, mit richtig fetten Schottersteinen, wie man sie zum Straßenbau verwendet durchzogen war. Das dummerweise auch noch genau in dem Stück Strecke, das in einer langgezogenen Kurve lag. Ich also hinter meinem Vordermann die Abfahrt hinunter und eigentlich schön in Ideallinie ins Schotterfeld. Fast schon draußen tat es dann auf einmal einen Schlag, von dem ich nicht weiß, woher er kam und es verreißt mir von jetzt auf sofort das Rad, ähnlich wie es einem sonst nur auf spiegelglatter Eispiste passieren kann und ich werde von der Erdanziehungskraft unweigerlich ins Schotterbett gerissen. Und das mit fatalen Folgen.......Ich vermute mal das ich in dem losen Schotter, einen dicken Stein mit dem Vorderrad bekam, der oberflächlich nicht zu sehen war....
DEr erste Moment nach dem Einschlag veriet schon das an Weiterfahrt nicht mehr zu denken war. Die ganze rechte Körperseite, einschließlich Arm und Bein, gaben direkt Blut durch die Rennkombi ab. Zu allem Überfluß klaffte auch noch eine übel aussehende Wunde, verursacht durch solch einen fetten Schotterstein, unterhalb vom Knie, die mein Bein alles andere als wettkampftauglich aussehen ließ, da dort plötzlich mehr Blut außerhalb, wie innerhalb der Muskeln zu sein schien.....
Allein das stehen tat schon höllisch weh und der anschließende Gang, bzw. langsame Fahrt zum Auto, waren nicht unbedingt die reine Freunde, wie man sich vorstellen kann.
Das ich mich von da an, nicht mehr wirklich fürs Rennen interessierte, dürfte verständlich sein. Aber es hat dann doch der Favorit vieler an der Strecke gewonnen. Nämlich,wie hätte es fast anders sein können, Philipp Walsleben, eben vor Paul "Vossi" Voss und dem "kleinen Jupp" , Marcel Meisen.
Somit gab es ein komplettes deutsches Podium, wenn auch ein bischen belgisch angehaucht, da ja "Walses" Team im Land der Fritten und Pintjes beheimatet ist.

Für mich war zu dem Zeitpunkt dann mal die Suche nach einem Sanitäter angesagt,da meine Hose mittlerweile von Jeansblau zu mehr blutrot die Farbe wechselte, was aber leider erfolglos blieb. Aber....und da kann man wieder stolz auf die große "Crosserfamilie" sein, gibt es immer irgendwo eine helfende Hand! In dem Fall in Person von Papa und Mama Roman Sedlmayer, bei denen ich mich dann auch nochmal ganz herzlich bedanken möchte:-) Gut versorgt gings dann richtung Heimat.Wenn auch etwas beschwerlicher und mit zusammengebissenen Zähnen;-)

Vieleicht noch einen Tipp an die wackeren Leute vom VC, die da gestern richtig gute Arbeit gemacht haben, dieses Schotterstück irgendwie zu "eleminieren" für die Zukunft. Das hätte es jeden anderen auch erwischen können und wenn durch einen fatalen Sturz die Saison eines der Profis beendet gewesen wäre, wäre das ja mehr als unschön.
Aber ich bin mir sicher das es da eine gute Lösung in der Zukunft geben wird.

Bilder wurden auch zahlreiche geschossen unterwegs. Leider ist mir bis dato noch keine Adresse bekannt, wo man diese anschauen könnte. Vieleicht kommt aber noch etwas, was ich dann natürlich veröffentlichen werde.

Am nächsten WE stehen dann meine beiden "Heimrennen" in Schmelz und Homburg an. Ich hoffe mal das ich bis dahin wieder halbwegs hergestellt bin und dann auch was darüber schreiben kann.

Als dann....immer optimistisch bleiben...

Oliver Corpus

Samstag, 6. Dezember 2008

Ausblick aufs Wochenende

Der Ausblick auf den Rennbetrieb am Wochenende läßt anhand der Wetterbedingungen die zur Zeit im westlichen Europa herrschen nicht schönes erahnen und man stellt sich daher schon die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre die Fango-Packung nicht direkt in einem Wellnessbetrieb, ohne den Umweg "Rennen" , zu nehmen;-)
Der Vorteil wäre auch das man bei Fango im Wellness nicht unbedingt noch Klamotten hinterher waschen müßte:-)

Egal. Widmen wir uns einer kleinen Vorausschau der Rennen die in der näheren , oder weiteren Region stattfinden.

Ich fange mal mit Frankfurt und dem Traditionsrennen am Bornheimer Hang an. Dort könnte es noch einigermaßen "erträglich" sein, bei der vorherrschenden Witterung, da die Wiesenpassagen in diesem Rennen, immer wieder, von festen Spazierwegen und Asphaltstücken, abgelöst werden.
Nichtsdestotrotz wird relativ viel gelaufen werden müßen, da diese Wiesenpassagen allesamt an schrägen Hängen liegen und wohl nicht wirklich gut fahrenderweise zu meistern sein werden. Die "Techniker" werden hier voll auf ihre Kosten kommen.
Da zum D-Cup ausgeschrieben, werden vor allem die deutschen Cyclocrosser auf Punktejagd gehen wollen.

Dann haben wir auch noch "vor meiner Haustür" den "Schlammklassiker" hier in der Region schlechthin im Kalender, am morgigen Sonntag.
Und zwar den legendären "Moddercross" im luxembourgischen Leudelange;-)
Dieses Rennen zu beschreiben ist eigentlich recht einfach....Schlamm,Dreck, Modder:-) Die Reihenfolge variert eventuel etwas, aber grundsätzlich hat man es mit furchtbarem Dreck zu tun:-)
Dieses Rennen hat die Eigenschaft, bei viel Regen, wie zur Zeit, zu einem Wettbewerb den man eher in der Kategorie "Crosslauf" ansiedeln könnte, auszuarten. Topografisch nicht wirklich anspruchsvoll, da im eigentlichen Sinn flaches Gelände, hat dieses Rennen die ganz dumme Eigenschaft ,auf einem Boden ausgetragen zu werden, der in Verbindung mit Nässe,zu einem "Pamp" wird, den man sich fast gar nicht vorstellen kann. Und das macht dieses Rennen zu einer der härtesten Prüfungen , die man im Crosssport wohl findet in Europa. Wer hier gewinnt, ist an diesem Tag wirklich der beste und stärkste und verdient den Respekt und Achtung aller! Hier gibt es kein taktieren und mal nur kurz Luft holen. Hier muß man 60 Minuten lang nicht nur seine Gegner, sondern vor allem sich selbst im Griff haben.
Aber auch die, die nur für die Plätze fahren, oder die Reihen am Start auffüllen, verdienen für dieses Rennen wirklichen Respekt aller, die zum zuschauen an die Strecke kommen!Hier ist jeder Applaus und Anfeuerung von A-Z gerechtfertigt und auch angebracht.
Bei solchen Rennen werden "Helden" gemacht;-)
Man wird gespannt sein, wer für den morgigen Renntag der "Held" für diesen einen Tag werden wird. Starke belgische und tschechische Konkurenz ist hier immer am Start zu finden.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, aus Sicht eines Rennfahrers, daß der Wettergott wenigstens ein wenig ein Einsehen hat und die Schleusen schließt und es mal mit dem Wasser von oben für die nächste Zeit genug sein läßt:-)

Let's rockin in the Mud:-)

Olli

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Buchempfehlung zum Training

Ich möchte hier einmal eine Empfehlung für ein sehr gutes Buch zur Trainingsmethodik und Planung abgeben.
Und zwar geschrieben vom Trainer des "Cyclocross-Gottes" Sven Nys, Paul van den Bosch.
Sehr gute Tips und Anregungungen, die sehr gut beschrieben sind und mehr mit Praxis, denn mit "Hokus-Pokus" zu tun haben, den andere Bücher , gleicher Art, vollziehen.

"Radtraining-Das Jahresprogramm"
Verlag Meyer+Meyer
Preis: z.Bsp.16,95€ bei Bücher.de

Zu beziehen über die einschlägigen Buch-Versender, oder natürlich jedem Buchhandel.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Rennbericht und Bilder vom Cat.2 Rennen im luxembourgischen Niederanven

Echter Männersport:-)
Ich hatte es ja schon im Post von Bundenthal angekündigt...hier der Bericht von einem der härteren Rennen, was die äußeren Umstände anbelangte, der bisherigen Saison.

Die "Macher" um Marcel Gilles und dem ausrichtenden Conterer Verein sind ja "berüchtigt" dafür das sie den Fahrern immer wieder echte "Sahnestücke" an Strecken , auf Straße und Cyclocross,"zaubern".
Wobei "zaubern" am vergangenen Sonntag bedeutet hätte, den "Stairway to heaven", ein unangenehmes Steilstück, etwas flacher zu gestalten...für mich zumindest:-)
Durch den dauernden Regen und die leichten Schneefälle über Nacht hatte sich der Kurs zudem in eine, nicht näher definierbare Version, von gefrorenem Boden, schmieriger Pampe und sehr kaltem Wasser verwandelt....was die ohnehin schon schwierige Strecke noch unangenehmer machte. Aber das ist eben Cyclocross:-)

Wobei wir auch schon bei der Streckenführung wären.
Beim Abfahren der Runde drängte sich wieder unweigerlich der "Verdacht" auf, daß der Conterer Club einen Sponsor haben muß, der Flatterband in rauen Mengen zur Verfügung stellt:-)
Soll heißen, der komplette Kurs war damit versehen und das auch noch in einigen "schönen Schleifen" auf Wiesenstücken, die so rutschig waren, daß man hätte annehmen können, ein Rennen der Eisschnelllaufelite sei angesagt.
In der Startphase des Rennens waren dann auch einige(auch die besseren) , mehr oder weniger überrascht, wie viel glatter die Wiesenpassagen nach den Jungendrennen geworden waren.....was heißen soll, daß es doch einige "Schlenker" zu beobachten gab und ich mir dachte "...sieh an, auch die Herren Chainel, Ausbuher und Co. haben mit sich zu tun...":-)
Es ging dann auch direkt nach der ersten "Rutschpartie" geradewegs in den "Stairway", der das Feld noch länger zog, als es bis dahin ohnehin schon war.Aber das ganze war noch fahrend zu bewältigen. Noch.....denn ab dem oberen Scheitelpunkt ging es dann für gut 250-300 Meter nur noch laufenderweise weiter, weil zum einen den Boden das Prädikat "glatt" bei weitem überschritt und das ganze ungünstigerweise, für Mensch und Material, auch noch in einem schrägen Hang lag, der unweigerlich die Gesetze der Schwerkraft wieder ins Gedächtis rief.
Danach folgte dann ein Stück Abfahrt, daß aber wohl das langsamste Stück Abfahrt der bisherigen Saison war, da dort "das Fahren" nicht so wirklich gut funktionierte;-) Da ich, später im Rennen,vor diesem Stück überrundet wurde von der Spitze und ich dieses Stück dann mit den Frontleuten in Angriff nahm, stellte ich dann erstaunt fest, daß diese teilweise vom Rad stiegen und liefen....was offensichlich, anhand der schmierigen Glätte ,die dort in den Kurven herrschte, wesentlich schnelleres Vorankommen ermöglichte,als das ganze fahrenderweise, wie ich es das ganze Rennen tat, zu versuchen.Wieder mal was gelernt....nämlich das "die Guten" nicht unbedingt gute "Techniker" auf dem Rad sind, sondern das ganze mehr oder weniger pragmatisch angehen nach dem Motto "egal wie man voran kommt....Hauptsache es geht schnell..."

Danach folgte dann der eher angenehme Teil des Kurses mit einigen Asphaltstücken, die einen dann wieder zu Start und Ziel brachten. Natürlich berghoch.....wie man das von einem echten Conterer Rennen eben kennt:-)

Ich, für meinen Teil, schlug mich, eigentlich recht wacker. Ich hatte einige "Bekannte" aus der regionalen Rennszene um mich herum, mit denen man dann das Rennen im Rennen fuhr. Besagte Leute waren sich auch,wie ich, von vorne herein klar, daß wir nur gegen die Dauer der Überrundung fahren würden, anhand des erstklassigen Starterfeldes was aufgeboten war.
In der drittletzten Runde kam dann auch der "Express", in Form von Steve Chainel,Kamil Ausbuher und kurz darauf folgend Johannes Sickmüller und Tom van den Bosch an uns heran.....oder eher gesagt, vorbei geschossen. Das ganze im schon beschriebenen Stairway to Heaven.Was mich dann moralisch etwas "herunter" zog, war der Blick auf die gefahrene Übersetzung der beiden führenden Topleute.....fuhr ich und meine Begleiter dort mit so ziemlich dem kleinsten zu findenden Gang bergan,kamen Chainel und Ausbuher mit der Kette auf dem 46er Kettenrad und hinten nicht mal "ganz oben" fahrend angedüst.....der Schreck, oder eher das Entsetzen sollte man eher sagen an dieser Stelle ist wohl für den geneigten Leser verständlich. Zeigt es einem doch hart an der Realität was man kann....oder eben viel mehr, dann doch nicht kann:-)

Ehrlich gesagt war ich dann über das frühere Rennende nicht wirklich enttäuscht da ich dann mit einem Luxembourger Kollegen die Dusche noch in sauberem ZUstand und vor allem mit warmem Wasser vorfand, was anhand des "schweinischen Aussehens" von uns beiden, dann doch sehr angenehm war....ermöglichte es doch porentiefe Reinigung vom Niederanvener Morast:-)

Gewonnen hat dann Steve Chainel, der "Crazymen" des französischen Cross-Sports,vor dem deutschen Ex-Meister Johannes Sickmüller und dem tschechischen Altmeister Kamil Ausbuher.
Erwähnen möchte ich auch meinen Ex-Schützling Sascha Weber, der scheinbar in diesem Jahr die Kurve bekommt und sich langsam, aber sicher, in der erweiterten Weltspitze etabliert und sehr guter 8. wurde, nach einer super ersten Rennhälfte, die er an der Spitze mit bestimmte....Chapeau!

Alles in allem ein wieder sehr gut organisierter Cyclocross, der auch den recht zahlreichen Zuschauern wieder alles bot, was diesen Sport so fazinierend macht.

Bilder von Carlo und Gigi, von Just4fun.lu sind hier zu finden, die sie wieder sehr zahlreich gemacht haben und mittlerweile eine einzigartige Dokumentation der Rennen in unserer Region darstellen:-)
Was wären WIR ALLE Rennfahrer ohne euch:-) Vielmols Merci!

http://www.just4fun.lu/gallery/thumbnails.php?album=109


Bis zum nächsten Rennen,
Olli

Montag, 1. Dezember 2008

Ode an ein neues Talent am Cyclocross Himmel :-)

Die Süd-West Meisterschaften in Bundenthal wurden dann auch noch mit einem zusätzlichen "Glanz" erfüllt:-)
Florian Monreal,vielen besser bekannt als "Big-FM" sollte das erste Mal bei einem CX-Rennen am Start stehen und ließ auch so manchen Insider nicht mal schlecht staunen:-)
Im Vorfeld der Veranstaltung verlautende Gerüchte um "geheime Trainingslager" im Westerwald und totale Aufrüstung an Material ließen schlimmes für die Konkurenz befürchten:-)
Eine gemeinam absolvierte Besichtigungsrunde, der Strecke am Samstag, ließ auch Talent durchblicken;-) Nur die 4 kleinen bissigen Anstiege, mit integrierten Laufpassagen,zeigten dann aber doch das ein Cyclocrossrennen kein Kriterium oder Rundstreckenrennen ist:-)
Punkte für eine Wertung gab es auch keine....:-))
Die Frage, wie so ein CX-Rennen gefahren würde, war dann auch schnell mit "schnell anfahren....schnell weiterfahren...und das ganze möglichst 50 Minuten halten..." beantwortet:-) Sehr zum Leidwesen von Big-FM übrigens:-)
Nach dem Start war dann auch mein erster Gedanke, den blauen "Physiodom-Blitz" auch ja nur nicht an meinem Hinterrad zu haben, was zur Folge hatte das ich schneller fuhr als ich das eigentlich geplant hatte.....zumindest die ersten 1000 Meter:-))
Aber kein Big-Blue war zu sehen....ich konnte mir das nur mit einem "technischen Defekt" erklären:-))
Im Nachhinein hörte ich aber von anwesenden Zuschauern, das es einmal einen großen "Bumm" im Wald machte, der damit erklärt wurde, das es sich angehört habe wie ein "Motorplatzer" , was im Nachhinein auch nicht verwunderlich ist, da für Neueinsteiger , in der Regel, doch hartes Lehrgeld in Sachen Cyclocross bezahlt werden muß:-)


Alles in allem hebe ich aber den Hut und verneige mich vor der Tatsache, daß sich "Big-FM" der Konkurenz gestellt hat und wenn man Gerüchten Glauben schenken darf, im Nachhinein der einzige war, der Bargeld gesehen hat, wegen einer eingegangenen Wette;-)

Dafür muß er aber bei der nächsten Zusammenkunft wohl das ganze Bier zahlen:-)))


Ein bischen Spaß muß sein, deshalb kommt der Monnie auch hier herrein:-)

Hasta luego Amigo:-)

Olli

Rennbericht von den Süd-West Meisterschaften in Bundenthal


Landschaftlich reizvoll......so könnte man das ganze beschreiben;-)

Kurzfristig war wegen einer Veranstalter Änderung, der Verein in Bundenthal für diese Meisterschaft eingesprungen. Und man muß sagen das das die Bundenthaler das in der kürze der Zeit auch sehr gut organisiert haben.

Auf einer, für ein Cyclocrossrennen, zwar eher untypischen Strecke, die im wunderschönen MTB-Park, den man dort in permanenter Form angelegt hat, ausgeflaggt war, hatte die Helfer eine Runde abgesteckt , die es wirklich in sich hatte.
Bei meiner ankunft vor Ort fuhr mir dann auch gleich der Schreck in die Glieder als ich im Start/Ziel Bereich das Flatterband in Serpetinen den Wald aufsteigen sah....
"Uff" war der erste Ausdruck..und der sollte sich noch mehr als einmal einstellen;-)

Das erste abfahren der Runde zeigte dann auch, daß der MTB-Park zurecht diesen Namen trägt.Denn das Gelände dort ist geradezu geschaffen um dort mit MTB's in allen möglichen Variationen rum zu fahren. Sprich....es geht gehörig bergan und bergab. Abgelöst davon , kann man in unzähligen Singletrais durch den Wald cruisen,wovon man uns aber dann doch verschonte, da einige der Wege, die links und rechts von der Strecke lagen, mit dem Cyclocross-Rad wohl dann doch nur per pedes, sprich zu Fuß , zu meistern gewesen wären.....

Nun denn. Direkt nach dem Start fuhr man , wie schon erwähnt, in Serpetinen, den Berg hinauf um oben angekommen dann nochmal 50 Meter laufenderweise anhängen zu müßen, was durch losen Sand der dort lag, auch nicht gerade kraftschonend war.
Weiter ging es immer leicht abfallend und ansteigend einen schönen Weg entlang bis zu einer gut 100 Meter langen Laufpassage, über die man den höchsten Punkt der Strecke erreichte.
Von dort fuhr man dann in schneller Fahrt einen Waldweg bergab, bis zum nächsten fiesen Anstieg, der in kleinen Serpetinen , zu einem weiteren Waldweg führte.Nur eben dann "ein Stockwerk" höher;-)
Weiter gings leicht abfallend zu einer kleinen Singletrailpassage, die den einzigen wirklichen technischen Schwierigkeitsgrad darstellte, um von dort dann, über den Waldweg den man nach diesem "Schlenker" wieder erreichte,zu einer weiteren "kleinen" Steigung zu gelangen, um von dort über einen mit doch recht fiesen kleinen Wurzeln gespikten Weg, wieder in Richtung Start/Ziel zu kommen.

Wie gesagt, landschaftlich war das super reizvoll, aber meine Motivation schwand dann doch zusehends, im Gedanken an die "Höhenmeter" die zu bewältigen waren zusehends. Mir schwante dann doch, daß hier für mich, gegen die "jungen Wilden" , die zudem noch erheblich leichter als ich es bin sind, nichts zu holen wäre.

Etwas unmotiviert fuhr ich mich dann , mehr oder weniger warm. Pünktlich zum Start gerufen, wurden wir dann fast professionell aufgerufen und aufgestellt.Ich in der zweiten Reihe, was mir als Titelverteidiger, in dem Moment, dann doch etwas, sagen wir, "seltsam" erschien.
Egal, dachte ich mir.
Der Start erfolgte direkt in den Serpetinenhang hinein und ließ den Puls dann auch direkt auf Maximumwerte ansteigen. Die Favoriten waren auch gleich vorne weg und zogen ihre Bahn. Nach einigem Staretgerangel fand ich mich eingangs der 2.Runde mit einem weiteren Fahrer , auf Rang 4 und 5 liegend wieder, den 3. nicht weit vor uns im Blick, was dann doch wieder für etwas mehr Motivation sorgte. Zumindest für 1-2 Runden;-)Denn wir kamen an den 3. nicht wirklich heran und ich hatte, zugegebenermaßen, mehr Probleme mit mir selbst, in Form von "Schmerzen" in den Beinen,als mit der Gegnerschaft. Die fiesen Anstiege waren doch schwieriger zu bewältigen, als ich das gedacht hatte und sorgten immer wieder dafür, daß ich dort etwas ins Hintertreffen gelangte und den Rückstand in den flacheren Passagen und den Abfahrten ieder gut machen mußte, was auf Dauer des Rennens natürlich nicht gut sein konnte.
In der zweiten Hälfte des Rennens kamen dann auch noch einige Fahrer von hinten zu uns aufgefahren und so lag ich plötzlich nur noch auf Platz 8 im gesamten und auf Platz 3 der Wertung für den saarländischen Meistertitel.
"OK", dachte ich mir, das geht den Ergebnissen der Vorrennen auch voll in Ordnung und morgen ist ja auch noch Rennen in Luxembourg und so fuhr ich dann nur noch auf Platz halten und das ganze hinter mich zu bringen.

In der Gesamtwertung gewann dann wenig überraschend Sascha Weber, der wirklich beeindruckend schnell fährt zur Zeit, verdient vor David Bertram und Wolfram Kurschat. In der Saar Wetung , für die Elite hieß das Resultat dann, Bertram vor Irsch und meiner Wenigkeit, was so im großen und ganzen in Ordnung geht.

Was bleibt.....
KLeine Starterfelder...enttäuschenderweise muß man sagen. Vor allem in den Jugendklassen ist es fast ein Hohn das dort noch nicht einmal eine handvoll Fahrer an den Start gefunden haben!
Hier sollten sich mal Trainer und Betreuer der Fahrer, Gedanken machen, ob das so in Ordnung sein kann, die Jungs vom Cyclocross fern zu halten, was scheinbar doch gemacht wird.
Manche Traingsmethodiken beruhen offensichtlich mehr auf Unverstand, in dem was man da macht, als auf Zweckmäßigkeit, um das einmal ganz klar und deutlich zu sagen.
Es hat noch keinem jungen Rennfahrer geschadet, im Winter einige Cyclocross-Rennen zu fahren.Sowohl was die Förderung der Form ,als auch die Förderung der Radbeherrschung betrifft. Wirklich traurig was dort passiert.ZUmals die Jugendklassen mit dem MTB fahren dürfen.Und so ein Rad hat mit Sicherheit jeder zu Hause.
Die zuständigen Leute der Verbände sollten sich da wirklich einmal Gedanken machen, ob das so in Ordnung sein kann, daß fast die komplette , vermeintliche "Leistungsklasse" , solch einem Rennen fern bleibt;-)
Ich finde das das NICHT in Ordnung sein kann.

ZUletzt muß man noch sagen das der Ausrichter alles richtig und gut gemacht hat.Die Runde war zwar nicht CX typisch, aber die stärksten haben gewonnen und das ist in Ordnung so, da das Ergebnis auch auf einer "richtigen" CX-Runde wohl nicht anders gewesen wäre.

Der Bericht vom gestrigen Rennen in Niederanven in Luxembourg folgt dann auch noch in Kürze. Denn da war "richtiger Männersport" angesagt:-)

Hasta pronto,
Olli