Montag, 19. Dezember 2011

Testbericht Gunsha WCR alloy wheels



Hallo zusammen,

heute kommt am Montag mal kein ,für viele schon zur Gewohnheit gewordener Race report, sondern ein kleiner Testbericht und Erfahrungen mit Laufrädern, die mir Kollege Georg Preisinger, der Macher der Gunsha Wheels , zum testen zur Verfügung gestellt hat.

Zuerst einmal die wesentlichen Daten:

* Disk only Naben Hausmarke aus der Gunsha Worlcup Series
* Naben rot eloxiert
* Naben für Bremsscheiben mit 6-Loch Aufnahme
* Hinterradnabe mit Body für Shimano oder SRAM Kassetten
* Felgen Aluminium , Hochprofil mit 27mm , schwarz eloxiert , Breite 18mm
* Speichen und Nippel Sapim, schwarz , bzw. rot eloxiert
* Vorderrad mit 20 Speichen , linksseitig 1-fach gekreuzt, rechtseitig radial gespeicht
* HInterrad mit 24 Speichen , beidseitig gekreuzt gespeicht
* Gewicht ohne Bremsscheiben 1580gr.
* Bremsscheiben Hayes , 160mm
* montierte Reifen TUFO Flexus Cubus
* bisher gefahrene Rennen , Anzahl 6

Mein erster Eindruck nach dem Auspacken und der ersten Inaugenscheinnahme war sehr positiv. Die Laufräder machen von der Optik einen agressiven Eindruck. Die Verarbeitung ist sauber ausgeführt. Einzig die geringe Speichenzahl machte mir Bedenken. Die sollten sich aber nach den ersten Testfahrten als unbegründet erweisen!

Der erste Gang , bzw. erste Tat war dann natürlich das einspannen in einen Zentrierständer um den Rundlauf zu kontrollieren. 100% und volle Punktzahl! Nicht der geringste Seiten , oder Höhenschlag war zu entdecken!
Der seidenweiche Lauf der Naben beeindruckte zudem auch!

Als nächstes wurden die Felgen mit Reifenkleber bestrichen. 4 Lagen insgesamt. Für den Einsatz im Cross unabdingbar. Dabei fiel der flachere Radius des Felgenbettes auf. Trotz der schmalen Felge liegt der breite Crossschlauchreifen hier komplett satt auf und hat vollen Kontakt zur Felgenoberfläche.
Die Reifen wurden dann natürlich auch auf dem Nahtschutzband mit Kleber ( Continental aus der Dose)versorgt und auf die Felgen verbracht.
Dannach noch Bremsscheiben und Kassette montiert und dann hieß es erst einmmal warten..............und zwar 24 Stunden , bis der Kleber trocken und die Reifen mit der Felge eine Kraftschlüssige Verbindung eingegangen waren.
Dann stand der ersten Testfahrt nichts mehr im Weg.Und die war dann doch ein AHA und OJA Erlebnis .
Hatte mich die geringe Speichenzahl anfangs irritiert , merkte ich doch sehr schnell das ich mir hier keine Sorgen zu machen brauchte. Die Laufräder "stehen" ! Und auch die Aerodynamik ist beeindruckend für Crosslaufräder. Spürbar merkbar "schneiden" die Räder durch den Wind.
Nunmehr 4 Wochen und 6 Rennen habe ich die Räder bisher im Einsatz. Bisher nicht einmal nachzentriert. Am Vorderrad findet sich gar kein Seitenschlag. Am Hinterrad gerade mal einer von 1,5mm . Also im Prinzip nichts. Bedenkt man doch das ich im Rennen das Material nicht schone und auch die ein oder andere Wurzel, Stein und Kante "mitgenommen" habe;-)

Mein Fazit fällt deshalb absolut positiv aus! Bisher einer der besten Laufradsätze die ich fahren konnte / durfte!
Zudem der Preis für Endverbraucher sehr günstig ist, wenn man zudem bedenkt das es sich hier um ein "hand made" Produkt handelt. Also alles von Gerorg selbst eingespeicht und zentriert wird.
Eine absolute Empfehlung daher von mir.

Soweit dieser kleine Testbericht.

Die nächsten Rennen und ein weiterer Erfahrungsbericht mit der neuen Shimano Ultegra DI2 Schaltgruppe im Crosseinsatz folgt demnächst auch.

Bis dahin. Euer,

Olli

Montag, 12. Dezember 2011

Saarland goes Cyclocross






Hallo zusammen,

fast schon Tradition , fand am letzten Wochenende das quasi saarländische cyclocross weekend statt. Bestehend ausden beiden Rennen in Schmelz und Homburg. Beide zum Deutschland Cup gehörend.

Also ging es am Samstag "fast vor die Haustüre" nach Schmelz. Dort hatte man sich wieder eine mordsmäßige Arbeit gemacht um eine perfekte Strecke hin gezaubert zu bekommen. Der tagelange Regen in den Vortagen des Rennens ließ übles befürchten. Aber die Runde war etwas überraschend eigentlich "fast trocken".
Einzig zwei neue Streckenpassagen machten einigen dann doch etwas Kopf und im Rennen Bein weh;-)
Ging es doch im schwersten Teil der Runde in diesem Jahr noch einmal etwas mehr bergan. Und das tat dann doch alle etwas mehr weh wie es ein Crossrennen sonst schon tut.Ich kam damit gar nicht so wirklich klar. Um das vorweg zu nehmen.
Wie in letzter Zeit eigentlich immer, hatte ich einen guten Start und kam direkt in die Gruppe der "schnellen" Männer der Masters Klasse hinein. Das ging auch im weiteren Verlauf der ersten Runde ganz gut bis in die zweite Runde hinein. Aber ab da an lief es nicht mehr wirklich gut. Gerade im schwersten Teil der Runde. Zuerst flog ich aus der Gruppe heraus und dann kam Fahrer um Fahrer von hinten und ich kam nicht mit. Dumme Sache. Und so kam dann zum Schluss nicht mehr wie Rang 12 heraus, was mich dann doch etwas ärgerte. Hatte ich doch mit Platz 7-10 kalkuliert um wichtige Punkte einzufahren. Es war halt nicht zu ändern. Leben geht ja weiter;-)

Alles in allem war das Rennen aber wieder ein guter Test. Auch um zu sehen wo die nationale Konkurenz steht und was evtl.noch bei mir geht. Oder auch nicht:-)

Der Sonntag führte dann ans andere Ende des Saarlandes , von mir aus gesehen, nach Homburg . Dort mühen sich die macher schon seit Jahren eine immer weiter verbesserte Cross-Rennstrecke in und um das Jugenddorf zu basteln.
Und in diesem Jahr haben sie bei weitem das Beste gebastelt was es dort bislang gab! Eine Runde die belgischen Verhältissen im Crossrennsport schon verdammt, aber wirklich verdammt nahe kommt. Eine Runde die zwar hart ist , weil eigentlich nur Fullspeed gefahren wird, aber außerdem durch viele Richtungswechsel und technische Passagen noch wesentlich mehr fordert. Auf dem Kurs ist der kleinste Fehler verheerend, weil er sofort verlorene Meter und unter Umständen Verlust der Position bedeutet.
Kurzum, ein Kurs der trotz der Härte echt totalen Spaß macht!

Diesmal kam ich am Start zwar wiederrum gut weg , aber wurde dann irgendwie etwas eingebaut vor der Einfahrt ins Gelände und so fand ich mich plötzlich nahe dem Mittelfeld wieder und das bedeutete das ich dummerweise in dem technischsten Teil der Runde, wegen der dort fehlende Überholmöglichkeiten , erst einmal in meinem Vorwärtsdrang gebremst wurde. Folge war dann natürlich auch dasdie schnelle Gruppe auf und davon war.
Ich konnte zwar dann wieder bis auf Position 9 vorfahren mit einem weiteren Konkurenten, aber mehr ging nicht. Durch das hohe Grundtempo waren zwar hier und da mal 50 Meter nach vorne gut gemacht, aber dummerweise attackierte mich mein "Mitfahrer" eigentlich permanent nach jeder Kurve und Ecke , anstatt das Tempo gleichmäßig hoch zu halten und zusammen nach vorne zu fahren;-) So gewannen wir zwar nach hinten Luft und konnten uns absetzen, aber durch diese Maßnahmen seinerseits kamen wir nicht nach vorne.Und es wäre da noch was drin und zu holen gewesen.
Aber gut. So ist der Radsport. Zig Facetten und nicht immer geht es so wie es das Beste wäre. C'est la vie wie der Chinese sagt;-)
Am Ende war es dann Rang 10 und ich doch recht zufrieden. Lief es doch wesentlich besser als am Vortag.

Jetzt sind wichtige Punkte eingefahren und ich überlege doch noch die beiden letzten Rennen des Jahres im D-Cup zu fahren um eventuell doch noch den ein oder anderen Punkt zu ergattern.
Für die , die sich jetzt fragen wases mit den Punkten auf sich hat eine kurze Erklärung.

Die Punkte des Deutschland - Cups werden in einer Gesamtwertung zusammen gefasst. Diese Wertung dient anschliessend wiederrum dazu die Startreihenfolge bei den nationalen Meisterschaften zu ermitteln. Da beim Cross die Starts extrem wichtig sind, zumal auf der Runde der kommenden Meisterschaften in Kleinmachnow, ist es natürlich gut , bis sehr gut, so weit wie nur möglich in den ersten drei Startreihen zu stehen. Stand heute stehe ich in der 3. Reihe. Das kann sich aber auch noch verschieben da noch 3 Rennen ausstehen und eben Punkte vergeben werden.
Mal sehen was ich mache.

Das war soweit das Rennwochenende im Saarland.

Ein paar Bilder von Homburg, für die ich mich bei Kollege Steffen Rößler recht herzlich bedanken möchte, findet man im Anhang.

Als dann.Bis die Tage:-)

Euer ,

Olli

Montag, 5. Dezember 2011

Rutschen auch ohne Eis

Hallo zusammen,

in der Regel meint man ja das es nur auf blankem Eis spiegel glatt sein kann. Aber es geht auch ohne diverse Agregatzustände das eine Oberfläche fast so glatt wie Eis wird.
Festzustellen war das gestern bei der "Mutter aller deutschen Crossrennen" , dem trditionellen Stelldichein am Bornheimer Hang in Frankfurt, unweit der Zentrale der Zocker und Hütchenspieler des internationalen Finanzgeschehens.

Für mich war es das erste Rennen in der laufenden Saison im Rahmen des Deutschland Cups. Das hieß früh raus aus dem Bett und mit der fertig gepackten Fuhre mitten in der Nacht gen Frankfurt fahren. Entfernungstechnisch geht das ja noch von der saarländischen Heimat aus. Nur der Wasserfall artige Regen lies übelstes erwarten;-)

Nach etwas mehr als zwei stündiger Autofahrt dann in Frankfurt angekommen war erstmal nicht daran zu denken das Auto zu verlassen. Regnete es schon im Saarland wie aus Eimern haben die Hessen wohl , da ja größeres Bundesland, Badewannen bei Petrus geordert;-)
Nachdem es dann etwas nachließ mit Regen baute ich ann mal die beiden "E-CrossBikes" zusammen und machte mich auf zur ersten Besichtigungstour der Runde. Ich war wohl der erste , denn große Teile der Rennstrecke waren noch nicht abgeflattert und auch eine Parkbank und ein Geländer waren noch an Plätzen zu finden die man eigentlich nicht annimmt im Rahmen eines Radsport Wettbewerbes. Die Runde allerdings war erstaunlich fest an der Oberfläche. Aber , Holzauge sei wachsam , der moosartige Boden würde sicher noch Überraschung bieten bis die Mastersklasse, mit mir darin, am Start sein würde.

Und so war es dann auch;-)

Am Start kam ich, trotz schlechter Startposition, zu deren Aufstellung ich mich an der Stelle lieber nicht äußern möchte , relativ gut weg und hatte sofort Kontakt zu den Stars der deutschen Mastersszene. Bis zur Treppe die sofort nach der Startprozedur folgte. Hier folgte das naturgemäße, übliche Getümmel und plötzlich hatte ich ein Fahrad links und ein Fahrrad rechts in den Beinen;-) Was folgte war der Verlust einige Positionen. Aber man bleibt ja wacker und mittlerweile auch gelassener. In den folgenden Kilometern konnte ich dann bis auf Kontakt zu Position 6 wieder aufschliessen, mit 3 Verfolgern im Nacken. Dummerweise kam ich aber zu den vor mir liegenden Fahrern nicht näher und die 3 Verfolger ließen sich auch nicht abschütteln und ganz dummerweise "stotterte" auch mein Motor etwas. Und die Oberfläche der Strecke tat ihr übriges dazu.
War es beim warm fahren noch griffig und gut zu fahren, taten sich jetzt ganz andere Bodenverhältnisse vor einem auf. Was hieß, dass Kurven fahren mehr an Lotterie heran kamen;-)Weil ich ja sehr ungerne im Dreck liege, man ist schließlich Radfahrer und keine Wildsau, nahm ich die Kurven ohne Risiko und dem entsprechenden Tempo. In natura sah das wohl langsam aus, aber wie gesagt, ich hatte keinen Bodenkontakt und die Klamotte blieb dementsprechend sauberer als die der Konkurenz;-)
So fightete ich dann mit meinen 3 Kollegen herum. Nur ohne Fortune. Weil am Ende war ich 10. ;-)
Trotzdem bin ich nicht ganz unzufrieden, weil Frankfurt eine Standortbestimmung sein sollte und auch wahr. Zeigte mir das Rennen doch, dass das Training der letzten Wochen so falsch nicht wahr und das noch ein bischen was geht in Sachen Leistungsoptimierung.Die Konkurenz der Mastersklasse in Deutschland ist sehr stark und eine Top Ten Plazierung so einfach nicht ein zu fahren.Also für mich zumindest nicht;-)
Nun sind die ersten Punkte gsichert und das kommende Wochenende kann kommen mit zwei weiteren Läufen zum "D-Cup" . Ob ich dann dort meine Leistung bestätigen kann und eventuell weitere wichtige Punkte, die ja maßgebend sind für die Startreihenfolge bei den Meisterschaften, ein fahren kann, werde ich dann an gleicher Stelle berichten.

Fazit....
Alles gut soweit. Es kann so weiter gehen:-)


Noch ein Wort zu den "Süd-West Meisterschaften" am vergangenen Wochenende. Das heißt dem vergangenen Samstag.
Allerlei Fragen gestern in Frankfurt zeigten doch , dass das Fehlen von Peter Schmidt und meiner Wenigkeit nicht ganz unbemerkt blieb.Davon abgesehen ob es einer gut , oder eben schlecht findet, ob da jener und welcher fährt, oder nicht fährt, sollte man sich in Zukunft im Saarland , namentlich bei den entsprechenden Leuten in der Spitze des Verbandes mal genaueste Gedanken darüber machen wie man in Zukunft weiter verfahen will in Sachen Landesverbandsmeisterschaften;-)
Ich habe vor einigen Wochen meines zu der ganzen Situation hier im Blog geschrieben. Dem ist nichts weiter hinzu zu fügen.

Zuguterletzt sei noch angekündigt das es eine sportliche Veränderung bei mir geben wird. Davon aber mehr in einigen Tagen, wenn das Papier , bzw. die Tinte trocken ist;-)

Wir sehen uns!

Bisdahin.

Euer,
Olli

Montag, 28. November 2011

Sandkasten Spiele einmal etwas anders

Halle alle zusammen,

als Kinder haben wir ja allesamt in irgend einer Form unsere Zeit im Sandkasten verbracht. Das ich dann nochmal mit Ü40 im Sand spielen würde war damals noch nicht abzusehen, aber alles kommt dann doch wieder:-)

Am vergangenen Freitag machte ich mich mit den Jungs und dem restlichen Begleitpersonal des luxembourger Nationalteams auf um in den wohl größten Cyclocross-Sandkasten der Welt zu fahren.Nämlich zum Cyclocross Weltcup nach Koksijde.

Koksijde , ein Name wie ein Mythos, oder eigentlich ja schon ein Mythos und eine Legende an sich. Koksijde, ein Ort der meist mit sehr unschönen Erinnerungen in Verbindung gebracht wird. Starben zu Zeiten des 1. Weltkrieges tausende junger Menschen hier einen völlig unnötigen Tod , kommen in der jetzigen Zeit Jahr für Jahr junge Menschen an die belgische Nordsee Küste um sportliche Fights auszutragen. Auf friedliche Art und Weise. Aber "sterben" tun trotzdem viele ;-) Jeder auf seine Art und dennoch am Ende noch lebend.

Nach einem kleinen Mittagessen machten wir uns dann mit dem gesamten Team von 7 Rennfahrern und den Betreuern auf zum Kurs zu einem kleinen Training und Inspektion der Strecke.Entgegen den Vorjahren wurde der Kurs etwas verändert, aber wer dachte das er dadurch leichter geworden wäre, wurde eines besseren belehrt. Etliche Rennfahrer, darunter auch einige Profis inspizierten den Kurs mit uns. Und allen, aber wirklich allen , war irgendwie eine leichte Verzweiflung anzusehen anhand der Unmengen von Sand die man vorfand. Von knappen 2800 Metern Gesamtstrecke pro Runde, sind nicht weniger als 1100 Meter ausgelegt durch mitunter knappen 30cm tiefen Sand! Jeder der jetzt denkt das Sand ja nicht wirklich ein Hinderniss sein könnte und das bergauf fahren ja viel schwieriger sei, dem empfehle ich einen "Selbstversuch" wenn sich die Gelegenheit bieten sollte, einmal mit dem Fahrrad durch losen Dünensand zu fahren. Kurz und knapp gesagt, wurde das "fahren" schnell ad acta gelegt.Zumindest für die meisten Fahrer und Fahrerinnen am Start. Schnell war allen klar, dass das beim Weltcuprennen eine völlig andere HerausForderung werden würde, als man das sonst so von Crossrennen kennt. Und wohl allen war klar, dass sollten sie für die Weltmeisterschaften ,Ende Januar 2012, an gleicher Stelle und gleichem Ort, nominiert werden, ein WM Rennen der "etwas anderen Art" statt finden wird.
Nach gut etwas über einer Stunde Besichtigung ging es dann auch etwas ernüchtert wieder ins Hotel. Massage war für die Jungs angesagt und für mich das reinigen und in Ordnung bringen des Arbeitgerätes. Halt der Renräder;-)
Der Wettergott meint es aber auch mit den Mechanikern in letzter Zeit gut durch das gute , trockene Wetter und so hatte ich nicht ganz soviel Stress mit dem Sand und dem herabbefördern eben jenes Übels von den Rädern. Pünktlich zum Abendessen war alles parat gemacht für das morgendliche Rennen. Hier möchte ich noch anfügen das unser Hausherr vom Hotel in dem wir auch im Januar sein werden uns / mir voll unterstützt. Durfte ich doch seine Garage mit allem was drin und dran war nutzen! Belgien halt. Hier sind Renners und alles was damit zu tun hat einfach Kultur des Lebens. Das merkt man überall in diesem Land. Einfach wahnsinnig Radsport verrückt durch und durch:-)

Samstag Morgen ging es dann früh um 8.00 schon zur etwa 3km entfernten Strecke. Nur das dahin kommen war dann etwas abenteuerlich. Wurde im Meeting der Teamleiter am Abend vorher noch gesagt das die Team direkt in unmittelbarer Nähe zum Material Depot parken und sich einrichten könnten, kam diese Info wohl nicht an alle Polizisten und Ordner durch;-) Gott sei Dank gibt es aber auch in Belgien Leute mit Verstand und gutem Willen unter den Polizisten, so das wir nach etwas kurverei und "Selbsthilfe" dann doch dort standen wo wir hin wollten;-)

Die Rennen selbst sind eigentlich schnell beschrieben. Dadurch das die allermeisten unserer Jungs durch das fehlen von Weltranglisten Punkten von ganz hinten starten müssen, war an vordere Platzierungen von vorn herein nicht zu denken.Das beste aus der Situation machen war die Maßnahme des Tages und jeder, aber wirklich jeder der Jungs kämpfte im Rahmen seiner Möglichkeiten um diese besondere Situation zu meistern. Leider kamen durch einen Sturz direkt nach dem Start des Junioren Rennens, zwei unserer Jungs zu Fall und für einen endete das Rennen dadurch im Krankenhaus:-(

Aber auch die Espoirs , oder U23 , bzw. Beloften, wie man sie in Belgien und Holland nennt, fuhren ein super Rennen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten!
War bei den Junioren das Leistungsvermögen an der Spitze noch etwas durchmischt von mehreren Nationen , war die Dominanz der Holländer und Belgier bei den "größeren" über deutlich. Die Nummer die diese beiden Länder, bzw. ihre Fahrer da abzogen, ließ einen dann doch schon ein wenig erfürchtlich zu schauen.
Ist bei den Junioren durch das Alter bedingt das Wachstum und die körperliche Entwicklung noch unterschiedlich und bevorteilt den ein oder anderen noch, ist diese Geschichte bei den U23 weniger deutlich zu sehen.Hier kämpfen schon "echte Männer". Und das sieht man auch sehr anschaulich in der Fahrweise und den technischen Fähigkeiten , die das "im Sand fahren" einfach erfordert.
Aber wie gesagt, alle unserer Jungs machten das Beste aus ihrer schlechten Startposition und kämpften bis zum Umfallen.Ich würde eine durchweg positibe Billanz ziehen. Etwas Arbeit hier und da noch und die WM kann kommen. Und ich freue mich drauf.Eine WM ist immer etwas besonderes. Nicht nur für die Fahrer.Auch die Betreuer stehen hier immer etwas unter Strom. Alles soll ja klappen am Höhepunkt der Saison,oder des Jahres.

Soweit so gut. Das war es dann soweit von der Nordsee. Im Januar sehen wir uns da wieder.Vielleicht bei etwas anderem Wetter. Nur eines ist sicher;-) Der Sand und die Dünen werden wohl auch im Januar noch da sein;-))


Bis dann.Haltet die Ohren steif und bis demnächst:-)

Euer,
Olli

Donnerstag, 24. November 2011

Bilder vom Cyclocross Rennen in Belvaux / Lux.

Hallo zusammen,

Carlo hat gefilmt. Gigi die entsprechenden Photos gemacht und das Geschehen innerhalb des Cyclocross Rennens in Belvaux am vergangenen Wochenende festgehalten.

Seht hier:

http://www.just4fun.lu/gallery/thumbnails.php?album=279

Montag, 21. November 2011

Alles wird gut

Hallo zusammen,

die Überschrift sagt ja schon fast alles.
Alles wird gut! Mein Motto. Im normalen Leben , wie auch im Sport. Man darf nie die Hoffnung aufgeben und niemals resignieren. Auch negatives hat oft noch etwas positives.

Aber warum schreibe ich das.
War ich vor knapp 2 Wochen noch mächtig niedergeschlagen weil es sportlich nicht wirklich gut lief, gucke ich gerade doch wesentlich positiver in die Zukunft.Das Warum ist schnell beantwortet. Einfach war mir schlagartig klar wurde dases so nicht weiter gehen konnte. Hilfe von außerhalb musste her. Und das betraf dann in erster Linie das Training. Knappe Rede. Ein Mann mit viel Erfahrung im Radsport-Training wurde kontaktiert und nun arbeiten wir zusammen. Und das mit merklichen Fortschritten. Die Form wird besser, die Pfunde purzeln und ich habe schon seit über 10 Jahren keinen solchen Spaß mehr am Training gehabt:-)
Das knappe Zeitbudget wird effecktiv genutzt und ich mache wieder Dinge die ich schon ewig nicht mehr machte.Und es macht absoluten Spaß:-)
Mit dazu bei trägt dann auch noch das ich zwei neue Carbon Disk Räder mit aktueller Shimano Ultegra DI2 Schaltung in der Woche bekommen habe. Material ist ja gerade im Cyclocross sehr wichtig. Und sei es nur für den Kopf.
Die Räder waren dann gestern auch eine der Attraktionen beim Rennen in Belvaux, im süd-westlichsten Luxembourg.

Das Rennen selbst war von der Streckenführung etwas verändert. War es in der Vergangenheit dort immer schon enorm schnell, tat das trockene Wetter der letzten Wochen sein übriges. Kurz und knapp gesagt, es war trotz eines zu erklimmenden nicht gerade einfachen Hügels extrem schnell.
Wären die 180° Kurven und der "Sandkasten" im Bereich des Zieles nicht gewesen wären da wohl absolute Top Geschwindigkeiten möglich gewesen!
Da hätte ich auch etwas Kritik am Organisator. Die Hürden müssen nach dem Start entweder raus , oder irgendwo anders hin gesetzt werden. Man kommt einfach viel zu schnell dorthin und "Tummulte" sind vorprogrammiert. Das könnte man etwas besser machen. Und auch die Rundenlänge müsste verlängert werden. Es fehlen irgendwie 5-600 Meter Strecke. Da sollte man sich nochmal Gedanken machen. Das Gelände gibt ja doch so enorm viel her da oben auf dem Galgenberg.
Bilder und Video von Carlo und Gigi , von just4fun.lu werden dann die Tage folgen.

Aber im Großen und Ganzen war das ein top organisiertes Rennen , mit super Wetter und doch sehr vielen Zuschauern. Also alles in allem genau das was den Rennfahrern auch Spaß macht!

Wobei beim Wetter wohl der ein , oder andere, froh wäre wenn das "typische" Cyclocross Wetter mit schlechtem Wetter und dementsprechenden Strecken einsetzen würde. Ich für meinen Teil finde das gut so wie es ist im Moment.Von mir aus könnte das so den Rest der Saison bleiben:-) Die Betreuer würde das sicher auch freuen. Hat man doch wesentlich weniger Arbeit und kann sich im Depot sonnen:-)
Aber eigentlich ist das schon eine seltsame Sache wenn man Ende November , fast eher die Sonnencreme wie Wärmecreme auf den Beinen anwenden muss. Ich kann mich nicht erinnern in 30 Jahren Rennen schon einmal solche Witterungsbedingungen um diese Jahreszeit erlebt zu haben! Und es soll ja noch einige Tage so bleiben.

Am kommenden Wochenende geht es jetzt erstmal mit den Jungs der lux. Nationalmannschaft zum Weltcup nach Koksijde, dem belgischen " Sandklassiker" schlechthin. Das wird sicher auch ein heiden Spaß. Mehr für mich selbst wie für die Jungs die Rennen fahren müssen:-)

Als dann, ich werde berichten:-)

Euer,
Olli